Vorbericht VfV Hildesheim: Volle Kraft voraus ins Nachbarschaftsduell

Nüchtern betrachtet stehen sich am Sonntag um 15:00 Uhr im Friedrich-Ebert-Stadion der Tabellenvorletzte und der Tabellendrittletzte der Regionalliga Nord-Staffel Süd gegenüber. Aber dieses Spiel ist mehr. „Aufgrund des Spielmodus ist es ein wichtiges Spiel. Man muss zurzeit davon ausgehen, dass beide Mannschaften in die Abstiegsrunde kommen und dann die Punkte aus der Partie mitgenommen werden“, […]

von

 Jan Teichmann

 | 17.10.2020,

 17:34

Nüchtern betrachtet stehen sich am Sonntag um 15:00 Uhr im Friedrich-Ebert-Stadion der Tabellenvorletzte und der Tabellendrittletzte der Regionalliga Nord-Staffel Süd gegenüber. Aber dieses Spiel ist mehr. „Aufgrund des Spielmodus ist es ein wichtiges Spiel. Man muss zurzeit davon ausgehen, dass beide Mannschaften in die Abstiegsrunde kommen und dann die Punkte aus der Partie mitgenommen werden“, äußerte sich HSC-Trainer Martin Polomka vor dem Spiel.
Das diese Saison anders ist als in den vergangenen Jahren liegt vor allem am beherrschenden Thema ‚Coronavirus‘. Die ersten Spielabsagen in der Regionalliga trudeln ein und ganze Teams müssen sich in Quarantäne begeben. Dazu sagt Polomka: „Natürlich wünschen wir allen Betroffenen, sowohl Spielern als auch Vereinsoffiziellen, eine schnelle Genesung. Das Thema steht klar über dem Fußball! Wir versuchen das Thema so weit wie möglich von der Mannschaft weg zu halten. Aber natürlich macht man sich seine Gedanken, wenn man die steigenden Infektionszahlen sieht. Der Verein hat ein gutes Hygienekonzept entwickelt und wir tun alles dafür, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.“

Ausgangslage HSC: Rückkehr an alte Wirkungsstätte – Kiene wieder in Hildesheim

Bereits im Jahr 2002 schnürte HSC Kapitän Niklas Keine das erste Mal die Fußballschuhe für den VfV Borussia Hildesheim. Mit einem kurzen Abstecher in der Jugend zum SV Bavenstedt war er bis 2016 für die Borussia tätig. Es ist natürlich ein besonderes Spiel für den 29-jährigen Mittelfeldspieler. Im Interview mit den Kollegen von Sportnews-Hildesheim sagte er: „Es hat nicht mehr die Bedeutung wie noch vor vier oder fünf Jahren, da der Wechsel aus Hildesheim schon fünf Jahre her ist.“ Im Hinblick auf die Bedeutung des Spiels sagte Kiene: „Für uns ist es auf jeden Fall ein Sechs-Punkte-Spiel, da wir mit einem Sieg an Hildesheim in der möglichen Abstiegsrunde vorbeiziehen könnten. Wichtig für uns wird aber sein, dass wir das Spiel nicht als Verlierer verlassen, um den VfV nicht davon ziehen zu lassen und selbst den Anschluss zu verlieren.“
Gute Nachrichten gibt’s aus dem medizinischen Staff. Das HSC-Lazarett lichtet sich etwas. Am Sonntag kann Polomka auf alle Akteure des kleinen Kaders zurückgreifen. Ausnahme Yousef Emghames. Er laboriert weiter an seiner Verletzung und fällt für das Duell mit der Domstadtelf aus.

Ausgangslage VfV Hildesheim: “Sie wollen Fußball spielen und wir müssen zweikampstark sein”

Das Team von Chefcoach Benjamin Duda holte aus den bisherigen sieben Partien acht Punkte. Vor allem der 1:0 sieg im Eilenriedestadion gegen die U23 von Hannover 96 kam überraschend. Genau wie der HSC gewann man gegen Atlas Delmenhorst. Zudem holte man im Duell mit dem Gabsener Vorortclub aus Havelse am letzten Wochenende einen Zähler. Zum Gegner sagt Polomka: „Hildesheim ist eine Mannschaft die Fußball spielen will. Als Aufsteiger ist es immer wichtig einen guten Mix aus den Komponenten Spielen und Kampf zu finden, die Erfahrungen haben wir selbst ja auch gemacht. Wir wollen aus einer guten Kompaktheit schnell umschalten. Es kann auch ein Mittel sein ihnen die Lust am Fußballspielen zu nehmen und robust und zweikampfstark zu agieren.“

Spielinfos

Anstoß: Sonntag, 18.10.2020 15:00 Uhr im Friedrich-Ebert-Stadion.

Tickets: Es wird eine Tageskasse geben. Bereits ab 12:00h öffnet diese an der Stadionkasse.

Schiedsrichtergespann: Christian Meermann (SR), Maximilian Stargardt (SRA1), Klaas-Hendrik Meyenberg (SRA2)

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