Derbysieg im Aufstiegsrennen

Der HSC erkämpft drei Punkte beim SV Arminia

Zum Abschluss des Osterwochenendes stand für den HSC das Sadtderby gegen den SV Arminia Hannover an. Wer einen fußballerischen Leckerbissen erwartet hat wurde jedoch enttäuscht. Die 1.200 Zuschauerinnen und Zuschauern, die am Ostermontag in Bischofsholer Rudolf-Kalweit-Stadion gepilgert waren, sahen auf schwer bespielbarem Untergrund viel Kampf und wenig spielerische Klasse.

von

 Niklas Winkler

 | 22.04.2025,

 22:35

Die Spieler in Erwartung eines Eckballs

Die Spieler in Erwartung eines Eckballs

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Wenig Zählbares in Halbzeit eins

Schon beim Aufwärmen war klar, über die spielerische Leistung dürfte dieses Derby schwer zu entscheiden sein. Ein tags zuvor ausgetragenes Kleinfeldturnier hatte auf dem Spielfeld des SVA deutliche Spuren hinterlassen. „Eine Zumutung“ wie HSC-Trainer Vural Tasdelen befand. „Auf so einem Platz kann man keine Oberligaspiele bestreiten.“
So war es auch ein Fernschuss von Tayar Tasdelen, der Dominik Grimpe im Arminenkasten nach fünf Minuten erstmalig prüfte. Auch die Hausherren kamen eher über den ruhenden Ball, spielerisch hatten beide Mannschaften ihre Probleme mit dem Untergrund. Das Kredo der ersten Halbzeit war somit eher die alte Fußballerweisheit ‚Hoch und weit bringt Sicherheit‘. Da allerdings auch die ruhenden Bälle, weder auf der einen, noch auf der anderen Seite zum Torerfolg führten, gingen beide Mannschaften mit einem 0:0 in die Kabine.

Einwechselspieler und Kapitän Langer sichern den Derbysieg

Bei wem in der Halbzeitpause Hoffnung auf einen ansehnlicheren zweiten Durchgang aufkam, sollte schnell eines Besseren belehrt werden. Zwar mühten sich beide Mannschaften und kamen vereinzelt zu Abschlüssen, auf der Anzeige hatte der Halbzeitstand weiterhin bestand.
Die Hausherren, nach starker Hinserie mittlerweile mitten im Abstiegskampf angekommen, mühten sich und erspielten sich zunächst auch die besseren Torchancen, Endstation war allerdings spätestens bei HSC-Keeper Bastian Fielsch. Um dem Spiel neues Leben einzuhauchen reagierte Tasdelen und brachte mit Luc Fender und Evren Serbes geballte Offensivpower. Im Verbund mit Mico Schmidt wusste das Trio auch die Hintermannschaft der Blauen zunehmend zu beschäftigen und Pascal Geerts, der den verletzen Grimpe zwischen den Pfosten ersetzte, zu beschäftigen. Die entscheidende Wende brachte jedoch die Hereinnahme von Naveen Ragu, der über die linke Seite nochmal richtig Wind in die Sache brachte.
In der 84. Spielminute dribbelte Ragu in den Strafraum. SVA-Verteidiger Marc Klussmann versuchte den Ball zuklären, traf allerding Ragu und nicht den Ball – die Folge war der Strafstoßpfiff. Eine Angelegenheit für Marcel Langer, bei HSC Strafstoßschütze Nummer 1. Der Kapitän schnappte sich die Kugel und schob linksunten, aus Sicht des Schützen zum 0:1 ein.
In der Nachspielzeit hatten dann noch Ragu und der ebenfalls eingewechselte Collin Owusu Etse den zweiten Treffer des Tages auf dem Fuß, scheiterten jedoch an Geerts.

Nach sechsminütiger Nachspielzeit, dann der herbeigesehnte Schlusspfiff, der dem HSC sowohl den Derbysieg bescherte als auch die nächsten drei Punkte zur Festigung der Tabellenspitze.

Weiter geht es für den HSC am kommenden Sonntag, 27.04.2025. Um 15 Uhr gastiert der Heeslinger SC im HSC-Stadion an der Constantinstraße.