Kein Zwei-Klassenunterschied erkennbar

Die U19 begeistert im Pokal und scheidet doch aus

Es war das Duell David gegen Goliath, zumindest auf dem Papier. Die U19 des HSC geht in der Landesliga auf Punktejagd, die Junglöwen in der zwei Klassen höheren Regionalliga. Für den HSC war es das erste Pflichtspiel der Saison, die blau-gelben führen nach zwei souveränen Siegen die Liga an und reisten als klarer Favorit an die Constantinstraße. Am Ende ging man zwar knapp als Sieger hervor, der Favoritenrolle konnte der Zweitliganachwuchs jedoch nicht gerecht werden.

von

 Niklas Winkler

 | 27.08.2022,

 14:52

Setzt sich mit dem Abschluss gegen die BTSV-Defensive durch: Kevin Mailand

Setzt sich mit dem Abschluss gegen die BTSV-Defensive durch: Kevin Mailand

© 2022, Jan Teichmann

Ein Spiel wie es das HSC-Stadion lange nicht gesehen hat

Am Mittwochabend fanden rund 400 Zuschauer den Weg an die Constantinstraße, um die U19 in der ersten Runde des Niedersachsenpokals zu unterstützen. Für das Trainerteam um Niklas Volke und Basti Aschemann, welches seit Sommer von Leander Baar unterstützt wird, war es gleich ein absolutes Highlight Spiel. Mit einer sehr jungen Truppe, mit vielen Spielen die in der letzten Spielzeit noch in der U17 kickten wollte man den Favoriten ärgern und das Leben schwer machen.  
Nach einer ersten Schrecksekunde nach 15 Sekunden war die Mannschaft dann auch voll bei der Sache und gab den Zuschauer keinen Anlass zu vermuten das die Gäste zwei Ligen höher spielen und dort Tabellenführer sind. Es wurde mutig und strukturiert nach vorne gespielt und defensiv gut verteidig. Erste Chancen sprangen heraus, scheiterten allerdings am Keeper oder einem nicht optimal getroffenen Ball. Und dann passierte was dieses Stadion schon all zu oft gesehen hat. Benjamin Jerome Mbom, der jüngere Bruder von Werder Bremen Profi Jean-Manuel Mbom, nutzte seine Chance und netzte zum 0:1 (32‘) ein.

Doch anders als das übliche Bild wenn es im HSC-Stadion zu solchen Situationen kam, lies sich die U19 davon nicht beeindrucken und machte weiter aktiv das Spiel. Die Spielfreude wurde in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auch endlich belohnt. Kapitän Kevin Mailand nutzte seine Chance und netzte zum mehr als verdienten Ausgleich.

Was danach geschah ist einfach nur bitter. Der HSC noch im Jubel und der Torwart weit vorm Tor, schoss Mbom den Ball vom Anstoßpunkt einfach aufs Tor und traf dies zum Ärger der Hausherren auch noch, so dass es mit einem 1:2 Rückstand in die Kabine ging.

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Ausgleich, Kampf und Moral werden spät zunichte gemacht

In der Zweiten Hälfte wurden den Zuschauern im HSC-Stadion an der Constantinstraße ein grandioses Fußballspiel gezeigt. Die U19 begeisterte mit kombinationsstärke und Spielwitz und kam in der 57. Minute zum abermals verdienten Ausgleich. Tom Hausmann, einer von vielen jungen Spielern aus der letztjährigen U19 setzte sich über den rechten Flügel durch und brachte den Ball auf den zweiten Pfosten, wo er mit Paul Wegner einen dankbaren Abnehmer fand und sehenswert zum 2:2 traf.
Nun taten auch die Löwenstädter wieder mehr für das Spiel, jedoch ohne dabei die Oberhand zu gewinnen. Der HSC gestaltete weiter aktiv das Spiel, jedoch ohne das Quäntchen Glück im Abschluss. Und damit ist man wieder bei der altbekannten Leier an der Constantinstraße – es wird bestraft.
In der 82. Minute bekam man den Ball nicht entscheidend geklärt, dieser landete Maksym Tytarenko und von dort zum erneuten Führungstreffer im Tor.
Alles aufbäumen und nach vorne kämpfen in den Verbleibenden acht Minuten plus Nachspielzeit half nicht mehr. Entweder war ein Fuß, die Hand des Torwarts, Latte oder Pfosten im Weg oder der Ball landete neben dem Tor.

Nach dem Abpfiff gab es mehr als verdienten Applaus von den Rängen und aufmunternde Worte für eine sichtlich geknickte Mannschaft, vor deren Leistung man nur den Hut ziehen kann und die Lust auf mehr macht.

Die nächste Möglichkeit der U19 einen angemessenen Heimspiel Rahmen zu bieten, gibt es am 03.09. um 13 Uhr, wenn es gegen die JSG Engelbostel/Stelingen geht. Gespielt wird im HSC-Stadion an der Constantinstraße, der Eintritt ist frei.

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